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Unsere Geschichte

Am Anfang stand die Vision, möglichst vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die motivierende Musik des Gospel und deren Inhalte nahe zu bringen.
Aus dem Gospelprojekt-Ruhr sind wir zum Grenzenlos Projekt Ruhr geworden - ein Name, der unsere Überzeugung widerspiegelt, dass wir mittlerweile mehr sind als ein Gospelchor.

Christa Merle, Gründerin und Leiterin des Projektes berichtet für Euch hier wie und wo alles begonnen hat:

Nach 16 Jahren meiner hauptberuflichen Kirchenmusikertätigkeit im Kirchenkreis Herne wuchs die Arbeit mit Kindermusicals und Gospelprojekten so stark an, dass ein Weiterwachsen nur in einem neuen Rahmen möglich war.

So fand am 24. Dezember 2001 das erste Weihnachtskonzert des neugegründeten Gospelprojekt-Ruhr e.V. in der Sporthalle Wanne-Süd statt. Von dem Ergebnis waren wir alle überrascht und überwältigt. Der Besucherandrang war so groß, dass einige Besucher wieder nach Hause fahren mussten, weil es keine Plätze mehr gab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon im ersten Jahr unseres Bestehens erlebten wir,was Gospel bewirken kann: Wir verfügten anfangs weder über eigene Räumlichkeiten noch über technisches Equipment für unsere Proben. Frau Küppers, selbst Besucherin des Weihnachtskonzertes, stellte uns spontan für 2 Jahre eine ehemalige Praxis in Herne Röhlinghausen mietfrei als Büro zur Verfügung, ein Herner Geschäftsmann sponserte uns die technische Grundausstattung für unsere Proben und Pfarrer Otterstein aus Wanne-Eickel stellte uns seine Gemeinderäume für die Proben zur Verfügung.

Im Jahr darauf konnten wir schon mir unseren Chorformationen Gospel XL und Gospel XS unser zweites Weihnachtskonzert in der Dortmunder Westfalenhalle mit rund  7.000 Besuchern

bestreiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit sehr wenig Erfahrung in der Organisation, aber ganz vielen beteiligten Kindern und Erwachsenen bin ich heute noch dankbar dass dieses Konzertdank des Engagements von Daniel Kaminski und vieler engagierter Helfer ein voller Erfolg wurde.

In den nächsten Jahren wuchs das Gospelprojekt durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher beständig weiter: Es gründeten sich ein eigenes Technikteam, eine Kinderbetreuungs-,eine Deko- und eine Cateringgruppe. 2003 entstand unsere Musical- und Gospelschule XP-erience. Es folgten viele Kinderprojekte in Zusammenarbeit mit Schulen aus den verschiedensten Städten des Ruhrgebietes, die vom Land NRW und der EU gefördert wurden. Im Jahr 2007 gründete Karl-Erivan Haub (Geschäftsführer und Mitinhaber der Unternehmensgruppe Tengelmann) den Verein zur Förderung des Gospelprojekt-Ruhr e.V., 2009 kam das Kuratorium dazu.

In 2009 nahmen wir die Aufführungen von Kindermusicals mit in unser Veranstaltungsprogramm und führten 2x das selbstgeschriebene Kindermusical "Ein Engel reloaded" auf.

 

 

 

Über all die Jahre gingen wunderschöne Oster- und Weihnachtskonzerte

über die Bühne, insbesondere dank desmusikalischen Ideenreichtums unseres damaligen musikalischen Leiters Christian Schnarr. Im Jahr 2008 stand unser Projekt aufgrund der Wirtschaftskrise und des Wegfalls von Fördermitteln kurz vor dem Aus. Während dieser Zeit machten wir die Erfahrung, dass gerade in Krisen unsere Gemeinschaft gefestigt und unser Glaube gestärkt wurde. Viele Menschen, die von der Gemeinschaft, den Proben oder den Veranstaltungen des Gospelprojektes tief berührt wurden, waren bereit, monatlich für die Arbeit unseres Projektes zu spenden. Es gründete sich unser Freundeskreis. Wir erlebten, dass das stimmt was in der Bibel im Brief an die Philipper steht (1, Vers 6):„Der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird es

auch zu einem guten Ziel führen “Ich denke, das gilt für alles, was Gott anfängt – egal ob bei

Ihnen, in Ihrem persönlichen Leben oder bei uns im Gospelprojekt.

So haben wir es dank vieler Unterstützer und der Hilfe des Fördervereins geschafft, auch diese Krise zu bewältigen.

Im Jahr 2009 bezogen wir unseren ersten Raum in der ehemaligen Dannekampschule in Wanne-Eickel, den wir von der Stadt anmieten konnten.

2010 eröffnete dort die neue Ballettschule GuiDance.

 

Gleichzeitig erweiterte sich das Team der verantwortlichen Musiker und Künstler, und die neue Jugendabteilung Gospel XM wurde gegründet. Dadurch mieteten wir nach und nach immer wieder zusätzliche Klassenräume dazu. Bereits im Jahr 2007 gründete Allan Emmens zunächst in einem Raum die "Eternity Gym", die anfangs nur einige Teilnehmer hatte. Bis zum Jahr 2009 wuchs die Zahl auf über 50 Athleten, und die Gym wurde zu "CrossFit Herne", einem echten CrossFit Affiliate. Der Klassenraum wurde längst zu klein, und so wurde die Aula kurzerhand in eine Gym umfunktioniert.

 

Rückblickend betrachtet war es eine wirklich schöne Zeit in der Schule, obwohl es regelmäßig hereinregnete und die Heizungen alle 3 Tage ausfielen. Auch wenn die Schule wirklich in einem sehr maroden Zustand war, so herrschte dennoch stets eine wunderbare Atmosphäre, denn ein freundliches und respektvolles Miteinander sind uns ein Herzensanliegen. 
Wir sind unendlich dankbar für diese Möglichkeit, dort so frei wachsen zu können.

Es war jedoch auch eine Zeit voller Ängste, da klar war, dass die Schule eigentlich zum Verkauf stand oder kurzzeitig als Flüchtlingsunterkunft dienen sollte. In dieser Zeit haben wir gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden des Fördervereins, Herrn Karl-Erivan W. Aub, daran gearbeitet, ein eigenes "Gospelcenter" zu realisieren. Im Jahr 20xx fand ein erster Architektenwettbewerb von Studenten der Hochschule in Düsseldorf statt, die erste Ideen für ein Gebäude entworfen hatten.

Wir haben Raumkonzepte erarbeitet, hatten bereits mehrere Optionen für ein Grundstück und waren bereits mit mehreren Architekten immer wieder im Gespräch. Im Jahr 2017 konnten wir in einem gemeinsamen Gespräch mit Oberbürgermeister Frank Dudda und den Stadtdezernenten einen Standort finden, der die perfekte Lage für unser Vorhaben hatte. Herr Haub verfasste einen Letter of Intent, in dem er sein Interesse bekundete, dieses Grundstück zu erwerben.

 

Am 7. April 2018 begab sich Karl-Erivan Haub auf eine Skitour am Klein Matterhorn und kehrte nicht mehr zurück. Sein Verschwinden traf uns tief ins Mark, nicht nur wegen unserer gemeinsamen Pläne, sondern auch weil Herr Haub und seine Familie wahre Freunde geworden waren. Im selben Jahr hatten wir die Ehre, die Gedenkfeiern und Gottesdienste für ihn und auch seinen Vater, der im selben Jahr verstorben war, musikalisch mitzugestalten.

Nach dieser schmerzlichen Phase folgten weitere Herausforderungen. Ein Schreiben erreichte uns, dass wir die Dannekampschule endgültig räumen sollten, da ein Investor gefunden worden war. Mit über 800 Teilnehmern standen wir plötzlich mit leeren Händen da. Doch wie durch ein Wunder erhielten wir die Nachricht, dass die RuhrstadtARENA aufgrund einer Insolvenz zur Zwangsversteigerung stand. Die Halle schien wie für unser Projekt gemacht zu sein, mit ausreichend Platz für eine Gym, kleine Konzerte, Tanzstudios und vieles mehr.

Jedoch gestaltete sich die Versteigerung als äußerst turbulent. Die Besitzverhältnisse waren nicht ganz geklärt, und scheinbar war die Halle bereits verkauft worden, was uns erneut in tiefe Enttäuschung stürzte. Doch es stellte sich heraus, dass der Verkauf ungültig war, da die Besitzverhältnisse nicht geklärt waren. Nach langem Hin und Her kam es dann doch noch zur Versteigerung, und gemeinsam mit Vereinsmitgliedern kratzten wir die letzten Euros zusammen. Tatsächlich reichte unser letztes Gebot aus, und auch die anderen Mitbieter gaben auf.

Es fühlte sich wie göttliche Führung an, an die ich fest glaube. Wir hatten einiges riskiert und investiert, aber es hat sich gelohnt. Im gesamten Prozess wurde uns eines klar: Wir möchten Kinder fördern und ihnen einen Ort schenken, ein Zuhause, wo sie angenommen werden und sich entfalten können. Mit der RuhrstadtARENA haben wir die Möglichkeit erhalten, dies zu tun und weiter individuell zu wachsen.

Doch dann kam Corona und die RuhrstadtARENA stand eine ganze Zeit lang leer. Zunächst fürchteten wir den Untergang, doch unsere Teilnehmer hielten uns in dieser Zeit die Treue und zahlten weiter ihre Beiträge, sodass wir die laufenden Kosten decken konnten. Wir haben das Unmögliche möglich gemacht: Kinder unterrichteten wir im Regen auf Schulhöfen, wir organisierten Zoom-Kurse, Weihnachts-Drive-Ins, ein Auto-Konzert zu Ostern und eine aufwändige Videoproduktion zu Weihnachten. Dank vieler Unterstützer und Fördermittel konnten wir diese schwierige Zeit gut überstehen.

Nun sind wir glücklich, unseren Konzertbetrieb wieder aufnehmen zu können, auch wenn die stark angestiegenen Preise im Veranstaltungssektor unsere Arbeit etwas einschränken. Denn nach Corona haben wir erkannt, dass Kinder nicht nur große Konzerte brauchen, sondern auch viel Gemeinschaftszeit draußen an der frischen Luft, mit Spiel, Spaß und Action. Die ganzheitliche Förderung ist uns immer wichtiger geworden, und das versuchen wir mit verschiedenen Formaten wie Spotnights und Summer Specials umzusetzen. Denn unser gemeinsames Ziel ist es, Kinder grenzenlos zu stärken.

 

Wir erleben eine Zuverlässigkeit, mit der Gott uns dahin führt, wo er uns gerne sehen möchte, wenn wir bereitsind ihm zu vertrauen. Dieser Weg ist nicht ohne Höhen und Tiefen und er ist immer spannend und herausfordernd!

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